PROJEKTE IN BURMA

PROJEKTE IN BURMA

Burma ist eines der ärmsten Länder der Welt. Noch immer leidet die Bevölkerung unter den Folgen jahrzehntelanger Militärdiktatur und Unterdrückung. Zusammen mit terre des hommes (tdh) haben wir hier mit dem Kinderinternat und dem Flüchtlingscamp zwei besonders ambitionierte Projekte ins Leben gerufen. Ziel ist es, verarmten und vertriebenen Kindern Nahrung, Unterkunft, Betreuung und Bildung zu bieten.

Vorkindergärten in Flüchtlingslager

In Burma herrscht seit langem Bürgerkrieg und ethnische Minderheiten werden verfolgt. Die Dörfer werden angegriffen, Einwohner vertrieben, Häuser abgebrannt und Landminen gelegt. Die Einheimischen müssen fliehen und suchen außerhalb von Burma Schutz. Nach oft tagelangen Fußmärschen erreichen sie das Flüchtlingslager kurz hinter der Grenze auf thailändisches Staatsgebiet. Mittlerweile ist die Zahl der burmesischen Flüchtlinge in Thailand auf über 100.000 gestiegen. Dort wurden sie vom kürzlich verstorbenen König geduldet. Die Bewohner dürfen das Lager allerdings niemals verlassen. Sollten sie das illegalerweise trotzdem tun, gelten sie als staatenlos und haben keine Rechte und Möglichkeiten. Oft gehören sie dann kleinen Bergvölkern an.

In 2 Flüchtlingslagern finanziert tdh mit den Spendengeldern des Osnabrücker Friedensschinkens in mehreren Flüchtlingscamps die Vorkindergärten für ca. 1100 Kinder im Alter von 2,8 - 5 Jahren. Ohne diese Hilfen würden die Kinder ohne Betreuung in den Camps unbeaufsichtigt herumtollen, wären vielen Gefahren ausgesetzt und hätten keine Möglichkeit, sich auf die Schule vorzubereiten.

Lesen Sie unseren Reisebericht vom Besuch in Thailand in der Grenzregion zu Burma im November 2016 "Die ewigen Flüchtlingslager im Dschungel" [Download PDF-Datei 2,64 MB]. Fotos der Reise sehen Sie hier.


Mon-Projekt

Bei diesem Projekt handelt es sich um die Unterstützung eines Internats (Hostel), in dem 127 Schüler im Alter von 8 - 16 Jahren unterrichtet werden und in dem sie, außer in den Sommerferien, die gesamte Zeit leben. Bei den Kindern handelt es sich um die in Burma vertriebene ethnische Minderheit der Mon. Sie haben in ihrem Land keine Möglichkeit Bildung zu erhalten. Von den Spendengeldern des Osnabrücker Friedensschinkens konnten seit 2013 bisher 50 Kinder im Camp unterstützt werden. Von den Spendengeldern werden ebenfalls Unterrichtsmaterial für Schüler und Lehrer gekauft. Auch die Kosten für die Lehrer werden von den Geldern bezahlt. Die Lehrer erhalten jedoch kein Gehalt, sondern lediglich die Unterkunft und Essen/Trinken bezahlt. Im Internat lernen die Kinder neben den Fächern Englisch und Mathe usw. auch das Bauen von Häusern, da die Mons von ihrer Historie her als besondere Baumeister galten. Die Mädchen lernen zusätzlich kochen und servieren. Aber auch das Recht auf Spielen wird gelernt, da viele Kinder durch den jahrelangen Krieg traumatisiert sind und das Spielen verlernt haben bzw. dieses als nicht erlaubt empfinden.

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